Zion Nationalpark

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Im Zion Nationalpark zeigt sich die Natur in ihrer gewaltigsten Erscheinung: hoch aufragende Sandsteinfelsen, tiefe und enge Canyons aus gelbem Sandstein, spektakuläre Steinbögen, üppige Flussufer, sporadisch auftauchende Wasserfälle, hohe Tafelberge und grüne Wälder - all dies zeichnet den ältesten und meistbesuchten Nationalpark Utahs aus. Sowohl gemütliche Spazierwege als auch anspruchsvolle Wanderwege erlauben die Erkundung seines Hauptcanyons an den grünen Ufern des Virgin River, vorbei an smaragdgrünen Teichen und bewaldeten Tälern, bis hin zu den viele hundert Meter hoch aufragenden Felsen. Ein 22 km langer Rundweg führt zu dem nahegelegenen Kolob Canyon mit dem weltgrößten freistehenden Naturbogen, dem Kolob Arch.
Es ist immer ratsam, zunächst das Visitor Center anzusteuern und nach Ausflugsmöglichkeiten und Wanderwegen zu fragen. Zion hat zwei Visitor Center: eins am Südeingang (Zion Canyon), und eins im Nordwesten (Kolob Canyon).
Hier sind einige Beispiele für diverse Unternehmungen im Park:
Wer nur wenig Zeit hat, sollte den Shuttle durch den Zion Canyon nutzen und an ausgewählten Haltestellen die kurzen Wege zu den interessanten Punkten nutzen, z.B. den Wasserfällen am Weeping Rock. Für die gesamte Strecke (hin und zurück) benötigt der Bus 90 Minuten, kurze Wanderungen mit eingerechnet sollte man sich aber mindestens 4 Stunden Zeit nehmen. Auch den Mt. Carmel Highway sollte man unbedingt einplanen. Diese spektakuläre Straße Richtung Osteingang ist ganzjährig für Privatfahrzeuge geöffnet und gleichzeitig der Weg Richtung Lake Powell bzw. Bryce Canyon. Wer viel Zeit hat und mindestens zwei Übernachtungen eingeplant hat, dem bieten sich weitere Aktivitäten.
Unterkünfte und Campingplätze findet man direkt im Park und in den nahe gelegenen Ortschaften Springdale und Mt. Carmel Junction. Weitere Übernachtungsmöglichkeiten bieten die etwas weiter entfernten Ortschaften St. George und Kanab.
Um den Autoverkehr im Park zu reduzieren, ist die Hauptstraße durch Zion Canyon von April bis Oktober nur mit dem Shuttlebus, der ab dem Visitor Center startet, zu befahren. Dieser ist kostenlos und fährt im Minutentakt nach dem Hop-on/Hop-off Prinzip diverse Aussichtspunkte an, von denen man zu kurzen und langen Wanderungen starten kann. Die Fahrer sind gleichzeitig Tour Guides und bringen dem staunenden Besucher die einzelnen Haltepunkte und ihre jeweiligen Attraktionen näher. Für private Fahrzeuge sind die Straßen nur in der Nebensaison freigegeben. Der Highway 9, der quer durch den Park führt, ist ganzjährig für Pkws geöffnet.

Wandertipps

Die Narrows
Für einen Trip durch die Narrows sollte man wasserfest sein, denn: der Fluss ist der Weg. Man läuft mitten durch den Virgin River, der sich hier einen Canyon durch den Fels gegraben hat; festes Schuhwerk, das nass werden darf und eine gute Vorbereitung sind wichtig. Am besten läuft es sich, wenn der Fluss niedrig und recht warm ist. Aktuelle Informationen dazu hat das Visitor Center. Für die Narrows bieten sich zwei Versionen: 
Kurzer Trip: Der Weg startet beim Temple of Sinawava, der von den Shuttlebussen angefahren wird. Man läuft flussaufwärts und zurück, kann also die Länge der Tour selber bestimmen. Maximal sind es 10 km hin und zurück. Hierfür benötigt man keine Erlaubnis.
Ganztagestrip: Diese Tour beginnt an der Chamberlain's Ranch und führt flussabwärts durch Wasserfälle, vorbei an hängenden Gärten und durch Steinbögen hindurch bis zum Temple of Sinawava. Hier benötigt man eine Erlaubnis (Permit) und einen Shuttle zur Ranch. Man sollte für den 26 km langen Weg ca. 12h einkalkulieren. Permits erhält man im Visitor Center am Tag vor der geplanten Wanderung, wobei die Zahl der zu vergebenden Permits auf 80 pro Tag begrenzt ist.

Angels Landing

Wer nicht nass werden möchte, aber schwindelfrei ist, der läuft den Angels Landing Trail. Für diesen anstrengenden, 8 km langen Weg fährt man mit dem Shuttle bis zur Grotto, dann führt der teilweise sehr steile und enge Weg hoch bis zu einem Gipfel. Atemberaubende Ausblicke belohnen den Wanderer. Wo der Weg sehr abschüssig ist, wurden Handläufe im Fels angebracht.

Kolob Terrace Road
Wer die Landschaft lieber vom Auto aus betrachtet, dem bietet sich die 33 km lange spektakuläre Kolob Terrace Road an, die in Virgin beginnt und sich durch das Hinterland des Zion Nationalparks schlängelt und atemberaubende Ausblicke verschafft. Abseits der Strecke starten wiederum einige Wanderwege.

Kolob Arch
Wer einen Blick auf den zweitgrößten freistehenden Steinbogen der Welt werfen möchte, den Kolob Arch, der startet beim Kolob Canyon Visitor Center am Westeingang des Zion Nationalpark.