Grand Staircase Escalante National Monument

WIEDER GEÖFFNET: Campingplatz Calf Creek Recreation Area und Lower Calf Creek Falls Trail sind seit dem 11.8. wieder geöffnet.
Da der wunderschöne, direkt am Calf Creek gelegene Campingplatz neue Wasserleitungen bekommen hatte, war die komplette Anlage und somit auch der Zugang zum Wanderweg "Lower Calf Creek Falls Trail" (Beschreibung s.u.) gesperrt. Nun sind die Arbeiten abgeschlossen, und sowohl der Campingplatz als auch der dahinter liegende Wanderweg sind wieder geöffnet. Mehr dazu auf der Seite des Bureau of Land Management (BLM).

Grand Staircase Escalante, 1996 von dem damaligen Präsidenten Bill Clinton zum National Monument und mit 7.700 km² zum größten Naturschutzgebiet im Kernland der USA erhoben, teilt sich geologisch in drei Gebiete auf: Grand Staircase im Westen, dahinter das Kaiparowits Plateau und schließlich im Osten die Escalante Canyons - eine Region mit unzähligen Canyons - in die Everett Ruess aufgebrochen war. Bis heute besteht das Gebiet weitgehend aus unberührter Wildnis, und nur wenige geteerte Straßen durchziehen die Landschaft, so dass viele Wanderwege nur über meist gut ausgebaute Schotterstraßen zu erreichen sind.
Eine davon ist die Hole-in-the-Rock Road, die in Escalante beginnt und nach 100 km oberhalb des Lake Powell endet. Immer wieder zweigen Nebenstrecken ab, über die man weitere Wanderwege und Canyons erreicht. Nach 20 km führt eine Straße zum gut zugänglichen Devils Garden, einer großartigen Landschaft mit riesigen Figuren aus hellem und dunklem Sandstein, die in den Fels hineingemeißelt scheinen. Es gibt keinen festgelegten Wanderweg, man kann sich dennoch gut ein paar Stunden hier aufhalten und die aus Sandstein geformten Brücken, Bögen, Fenster, bizarr geformten Türmchen und versteinerten Sanddünen bewundern und erklimmen.
Rund 20 km hinter Devils Garden stößt man auf die Dry Fork Road, Ausgangspunkt für einige Slotcanyons - enge Seitencanyons - wie Dry Fork, Peek-a-Boo und Spooky. Wem es zu eng oder zu anstrengend wird, geht einfach wieder zurück. Weitaus anspruchsvoller sind die Zebra und Tunnel Slots, die über den Harris Wash Wanderweg zu erreichen sind, der bereits 19 km hinter Escalante beginnt. Unabdingbar ist ein Besuch des Visitor Centers in Escalante, um sich über Wetterverhältnisse und den Zustand der Straßen und Canyons zu informieren. Zudem halten die Ranger Kartenmaterial bereit und können Besucher hinsichtlich deren Ausrüstung, Erfahrung und Tagesplanung entsprechende Wanderungen empfehlen, die im Grand Staircase Escalante ebenso zahlreich wie vielseitig sind.
Einige Gebiete sollten nur mit Tourguide durchwandert werden. Angeboten werden sowohl Tages- als auch Mehrtagestouren. Geführte Tageswanderungen liegen bei ca. 60 Euro, Mehrtagestouren z.B. mit Packeseln und -ziegen liegen bei ca. 450 Euro für vier Tage. (Dazu hier ein sehr schöner Artikel). Mehrtägige geführte Canyoning Touren - wandern und klettern, denn Wasser gibt es hier selten - kosten rund 160 Euro pro Tag.

Parallel zu den spektakulären Windungen des Highway 12 - aber 50 m tiefer - verläuft der Calf Creek, ein kleines Bächlein, das schließlich in den größeren Escalante River mündet. Zwischen Escalante und Boulder findet man den Eingang zum Lower Calf Creek Falls Wanderweg, der entlang des Bachs verläuft: ein großartiger, bequem zu laufender aber meist sandiger Wanderweg durch einen grandiosen Canyon aus Navajo Sandstein, der nach 5 km an einem Wasserfall endet. Hier stürzt der Calf Creek mit lautem Getöse aus 40 m in die Tiefen hinab. Entlang des Weges sieht man indianische Felszeichnungen, zahlreiche Kakteen und Wüstenblumen - und wenn man Glück hat, einen Golden Eagle, der in den hohen Canyonwänden nistet. Eintritt in das Gebiet beträgt 2 Dollar, die man selber in einer Box entrichtet

In Boulder, abzweigend von der Panoramastraße Highway 12, beginnt der Burr Trail, ein ehemaliger Kuhpfad, der durch die spektakulären Schluchten des Long Canyon im Grand Staircase Escalante führt und schließlich am Lake Powell endet. Nach ca. 50 km endet die asphaltierte Straße, und man hat einen spektakulären Blick hinunter auf die Waterpocket Fold, das Rückgrat des Capitol Reef Nationalparks und die Henry Mountains. Wer keine engen und steilen Straßen mag oder mit dem Wohnmobil unterwegs ist, sollte hier wieder umkehren. Alle anderen fahren über die steilen und engen Serpentinen hinunter und wählen dann zwischen Capitol Reef Nationalpark im Norden oder Bullfrog Marina am Lake Powell im Süden. Entlang des Burr Trail zweigen zahlreiche Wanderwege zu weiteren spektakulären Slotcanyons ab, wie Little Death Hollow und Wolverine/Horse Canyons.

Das Grand Staircase Escalante National Monument liegt im Südwesten Utahs und grenzt an die Nationalparks Bryce Canyon und Capitol Reef und an den Lake Powell. Eintritt in das Gebiet ist frei, für einzelne Wanderwege können geringe Gebühren anfallen. Die Escalante Canyons erreicht man am besten von Escalante und Boulder aus, hier findet man einige Motels. Neben ausgebauten Campingplätzen gibt es viele primitive, traumhaft gelegene Campingplätze, für die eine Erlaubnis, ein sogenannter Backcountry Permit erforderlich ist. Diesen erhält man entweder am Visitor Center in Escalante oder direkt vor Ort, indem man ein Formular ausfüllt und den Beitrag selbst in einer Box entrichtet. Vorher die Visitor Center anfahren und sich über dort über Wetterverhältnisse, Karten und Permits informieren. Beste Reisezeit ist Frühjahr und Herbst.

Unser Wandertipp

Devils Garden und Lower Calf Creek Falls im Grand Staircase Escalante National Monument: zwei leichte Wanderungen entlang des Highway 12

Das Grand Staircase Escalante National Monument im Süden Utahs ist mit seinen 7.700 km² das größte Naturschutzgebiet im Kernland der USA. An seinem nordwestlichen Rand entlang führt die berühmteste Panoramastraße Utahs, der Highway 12, bekannt für seine spektakulären Windungen und Ausblicke. Der Highway ist eine der wenigen geteerten Straßen in der Region, von der zahlreiche gut zu befahrende Schotterstraßen abzweigen. Eine davon ist die Hole-in-the-Rock Road, die in dem Örtchen Escalante beginnt. Bereits nach 20 km erreicht man den gut zugänglichen Devils Garden, eine großartige Landschaft mit riesigen Figuren aus hellem und dunklem Sandstein, die in den Fels hineingemeißelt scheinen. Es gibt keinen festgelegten Wanderweg, man kann sich dennoch gut ein paar Stunden hier aufhalten und die aus Sandstein geformten Brücken, Bögen, Fenster, bizarr geformten Türmchen und versteinerten Sanddünen bewundern und erklimmen.

Parallel zu den spektakulären Windungen des Highway 12 verläuft der Calf Creek, ein kleines Bächlein, das schließlich in den größeren Escalante River mündet. Zwischen Escalante und Boulder findet man den Eingang zum Lower Calf Creek Falls Trail, der entlang des Bachs verläuft: ein großartiger, bequem zu laufender Wanderweg durch einen grandiosen Canyon aus Navajo Sandstein, der nach 5 km an einem Wasserfall endet. Hier stürzt der Calf Creek mit lautem Getöse aus 40 m in die Tiefen hinab. Entlang des Weges sieht man indianische Felszeichnungen, zahlreiche Kakteen und Wüstenblumen - und wenn man Glück hat, einen Golden Eagle, der in den hohen Canyonwänden nistet. Der Eintritt in das Gebiet beträgt 2 Dollar, die man selber in einer Box entrichtet. Der Wanderweg beginnt an der Calf Creek Recreational Area & Campground.
Weitere Informationen zu Straßenverhältnissen und Wanderwegen hat das Visitor Center in Escalante, direkt am südlichen Ortseingang.